Sabine Slatosch während der Arbeit an ihrem Gemälde
»In der flammenden Perle«
Foto © Michael Haddenhorst

Vita

  • geboren in Berlin
  • Abitur
  • Facharbeiterin Schriftsatz
  • Diplompädagogin Kunst/Deutsch
  • seit 1983 freischaffend als Malerin
  • Mitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR (VBK)
  • Mitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler (BBK)
  • Mitglied der GEDOK (Gemeinschaft Deutscher und Österreichischer Künstlerinnenvereine aller Kunstgattungen)
  • Leben und Arbeit in Schönermark bei Gransee (Land Brandenburg)

Ausstellungen (Auswahl)

2019  »Zauberhafte Wirklichkeit«  •  Neues Rathaus  •  Templin

2016  »Zeichen im Auge – Spiegel im Bild«  •  Stadtpfarrkirche  •  Müncheberg

2014  »Natur der Stille« • Multikulturelles Zentrum | Neues Rathaus • Templin

2011  »Lose Frauen Bilder«  •  Galerie am Bollwerk  •  Neuruppin

2011  »FadenSpiele«  •  Künstlerhof Roofensee  •  Menz

2008  »Zur Sache«  •  Altes Rathaus • Potsdam (mit G. Pohl und I. Hartmetz)

2008  »Geheimnisvolle Boten«  •  Siechenkapelle  •  Neuruppin

2002   Biotechnologiepark  •  Luckenwalde

2001  »Symbolismus heute«  •  Galerie Petra Lange  •  Berlin (mit E. Ehrari)

2000  »Verzögerte Augenblicke«  •  Kunstflügel GEDOK  •  Rangsdorf

1998   Multikulturelles Zentrum  •  Templin

1997  »Ich habe ein Bild in mir«  •   Klostergalerie Zehdenick

1994  Galerie M  •  Berlin

1988  Palast der Republik  •  Berlin

1986  Moritzbastei  •  Leipzig

 

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)

2019  »ICH im WIR« • Galerie Kunstflügel • Rangsdorf

2016  »Red Lips« • Galerie Alte Schule • Berlin

2014   Ausstellung Brandenburgischer Kunstpreis • Schloss Neuhardenberg

2012   »Diva und Heldin, Frauenbilder in Ost und West« • VW Automobil Forum • Berlin

2012   »DIE DINGE 1«  Interdisziplinäres Kunstprojekt der GEDOK Brandenburg •  Schloss Altranft

2007  »Amazone der Gedanken – Schwarzer Schwan (Elsa Asenijef)« • GEDOK Leipzig

2006  »Die Kleider, die wir riefen (Elfriede Jelinek)« • GEDOK Leipzig

2006  »Fisch mit Heiligenschein« • GEDOK Leipzig • Alte Börse (MDR) Leipzig

2005  »Ein jedes soll seine Farbe tragen (Helga M. Novak zum 70.

Geburtstag)« • GEDOK Leipzig

2002  »Idas Töchter« • GEDOK in Brandenburg • Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg • Potsdam

2002  »MENSCHENBILDER – Porträts und mehr«, Galerie im Ermelerspeicher, Schwedt/Oder

2000  »Traumschiff der Narren» • Kunsthalle Dominikanerkirche • Osnabrück

1999  »Brandenburg Art – Positionen der 90er Jahre« • Landesvertretung Brandenburg • Bonn

1995  »Künstler zeigen Künstler«, •Galerie im Ganserhaus •  Wasserburg / Inn

1993  1. Realismus-Triennale, Künstlersonderbund in Deutschland • Martin-Gropius-Bau • Berlin

1989  »Berliner Kunstausstellung« • Fernsehturm • Berlin

1987/88  »X. Kunstausstellung der DDR« • Dresden

1985  »XI. Kunstausstellung des Bezirkes Leipzig« • Museum der Bildenden Künste • Leipzig

1984  »Junge Künstler der DDR« • Altes Museum • Berlin

Arbeiten in öffentlichen Sammlungen

u.a. im Museum für Bildende Künste Leipzig und in Schmölln

 

Credo

Mythen sind für mich Dichtungen im Sinne von Verdichtung oder Sublimierung von wahren Geschehnissen. In meiner Vorstellung hat unsere Mutter Erde sowohl die Göttinnen und Götter als auch die Dämonen und Drachen, Riesen und Zwerge, Helden und Bösewichter geboren oder zumindest getragen, manchmal vielleicht nur geduldet.

Einige von ihnen sind gestorben, andere verschwunden, viele scheinen sich zu verstecken. Manchmal schlüpft ihr Geist in einen Menschen – dann male ich ein Bild von ihm/ ihnen. Oder ihre Botschaft?

Laudatio

Ein Spiel für unsere Augen. Erfassen, Erkennen, Überprüfen, Vergleichen. Identifikation mit der einen oder anderen Version? Täuschen Sie sich nicht. Dies ist nicht Carmen oder Evi …, sondern ein Bild. Kunst sozusagen, die in den Mikrokosmos des Motivs den Makrokosmos der Welt mit einbezieht. Biografie wird Soziologie und Psychologie Magie.

Sabine Slatosch öffnet den privaten Raum ihrer Modelle. Wo früher noch die interne Beziehungsebene im Vordergrund stand, sucht sie heute ganze Bündel an Zusammenhängen. War früher der Splitter noch Projektionsfläche genug, interessiert sie heute der Kristall, in dem sich Ansichten brechen und spiegeln, durchdringen und vervielfältigen.

Ihre glasklare Malweise suggeriert Genauigkeit und die Verwandtschaft mit einem Foto. Das Einverständnis mit der Oberfläche macht die unwirkliche Situation um so mehr frappanter, wenn aus Köpfen Bäume wachsen, Vögel Freiheit finden und Frauen Krallen zeigen.

Dr. Ute Tischler – aus der Rede zur Ausstellungseröffnung von Sabine Slatosch und Christina Kurby in der Galerie M in Berlin am 27.02.1994

Sabine Slatosch stellt sich bewusst dem Zeitgeist, der nach Vereinfachung und schnellen Antworten drängt, entgegen. Ihre Bilder fordern zur Auseinandersetzung über die Sicht der Künstlerin auf unsere Wirklichkeit heraus, mithin auch zum Widerspruch.

Läßt man sich auf einen Dialog mit dem bildhaft formulierten Angebot ein, versucht man das Untergründige und Ambivalente darin für sich aufzuschließen, wird man auch um eine Selbstbefragung nicht herumkommen. Insofern sind diese Bilder vielleicht auch anstrengend.

Dr. Ugowski – aus der Rede zur Ausstellungseröffnung von Sabine Slatosch im Multikulturellen Zentrum in Templin am 12.06.1998

Alles Dargestellte bei Sabine Slatosch ist für das Auge genau erkennbar und wiederum auch nicht. Sie malt Bilder, die sie selbst in sich trägt, die als Ergebnis auf Erlebtes, Erfahrenes, als ihre Wahrnehmungen von der Wirklichkeit entstehen. Die Motive, die sie findet, wirken hintergründig und surreal.

Ihre Sujets sind angesiedelt in phantastischen Räumen. Menschen, Tiere, Gegenstände sind in eine Metaphorik innerer Bilder mit mehrschichtigen Bedeutungsebenen übersetzt.

Es sind Bilder, die irritieren, auch erschrecken, auf jeden Fall durch ihre geheimnisvoll-hintergründige Aura faszinieren. Die ungewöhnlich aufwändige, an die Lasurtechnik alter Meister anknüpfende Art und Weise ihrer Malerei untersützt diese suggestive Wirkung.

Dr. Gerlinde Förster – aus der Rede zur Ausstellungseröffnung „Verzögerter Augenblick“ von Sabine Slatosch und Ingrid Hartmetz im KUNSTFLÜGEL in Rangsdorf am 30.04.2000